top of page

Steifer Nacken? Warum nicht immer nur die Muskeln schuld sind.

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Stunden

Ein verspannter oder steifer Nacken – da denken wir meist zuerst an die Muskulatur. Doch unser Nacken steht nicht für sich allein. Haltung, Bewegung, Atmung und innere Anspannung können ebenso eine Rolle spielen.

In meinem Wissensvideo lade ich dich dazu ein, deinen Nacken nicht nur isoliert, sondern den Körper als Ganzes zu betrachten.





Ein steifer Nacken beginnt nicht immer im Nacken.


Unsere Nackenmuskulatur reagiert auf das, was wir täglich tun – beispielsweise wenn wir lange in derselben Position sitzen, viel Zeit am Bildschirm verbringen oder unserem Körper insgesamt zu wenig abwechslungsreiche Bewegung anbieten. Doch Nackenbeschwerden lassen sich häufig nicht auf eine einzelne „verkürzte“ oder verspannte Muskelgruppe zurückführen. Auch die Beweglichkeit der Brustwirbelsäule, das Zusammenspiel von Kopf und Schultergürtel, die Atmung sowie die Verarbeitung von Stress im Nervensystem können beeinflussen, wie wir Spannung und Schmerzen wahrnehmen.

Deshalb reicht es nicht immer aus, nur die schmerzende Stelle zu dehnen oder zu massieren. Häufig lohnt es sich, den Körper als Ganzes zu betrachten und auch angrenzende Bereiche wieder bewusster zu bewegen.


Welche Rolle spielen Atmung und Anspannung?


Stress zeigt sich nicht nur in unseren Gedanken. Er kann auch den Muskeltonus verändern. Vielleicht ziehst du unbewusst die Schultern nach oben, presst den Kiefer zusammen oder atmest flacher.

Beobachte dich zwischendurch:


  • Sind deine Schultern wirklich locker?

  • Ist dein Kiefer entspannt?

  • Kann sich dein Atem frei bewegen?

  • Verharrst du schon längere Zeit in derselben Kopfhaltung – oder würde dir ein Positionswechsel guttun?


Allein dieses bewusste Wahrnehmen kann helfen, eingefahrene Spannungsmuster zu erkennen.


Was kannst du selbst tun?


Versuche, deinen Nacken nicht mit Kraft „lösen“ zu wollen. Häufig hilft es bereits, Kopf, Schultern und Brustwirbelsäule regelmäßig und in einem angenehmen, schmerzfreien Bereich zu bewegen. Wechsle im Alltag öfter deine Position und schenke auch deiner Atmung Aufmerksamkeit.


Eine einfache Übung kannst du direkt ausprobieren:

Ziehe mit der Einatmung beide Schultern langsam in Richtung Ohren und spanne den Schulter-Nacken-Bereich bewusst an. Halte die Spannung für einen kurzen Moment. Mit der Ausatmung lässt du die Schultern wieder sinken und spürst der Entspannung nach.

Wiederhole das drei- bis fünfmal – langsam, achtsam und nur so weit, wie es sich für dich angenehm anfühlt.

Manchmal können wir Entspannung deutlicher wahrnehmen, wenn wir zuvor ganz bewusst angespannt haben.


Bei starken, plötzlich auftretenden oder anhaltenden Beschwerden sowie bei Taubheitsgefühlen, Kribbeln, Kraftverlust, Schwindel oder Beschwerden nach einem Unfall solltest du die Ursache ärztlich beziehungsweise physiotherapeutisch abklären lassen.


Möchtest du deinen Nacken sanft bewegen?


In meiner Online-Videothek findest du passende kurze Yogaeinheiten für Nacken und Schultern – flexibel und in deinem eigenen Tempo.


Kommentare


bottom of page