Besser schlafen: Was Yoga über Schlaf und innere Unruhe lehrt
Du bist müde – und trotzdem kommt dein Körper nicht zur Ruhe? Die Gedanken kreisen, der Atem bleibt unruhig und an Einschlafen ist nicht zu denken.
Viele Menschen sind tagsüber ständig auf Hochtouren und erwarten, dass Körper und Geist abends auf Knopfdruck in den Ruhemodus wechseln. Doch Entspannung beginnt nicht erst dann, wenn wir die Augen schließen.
Schlaf beginnt nicht erst im Bett.
Unser System braucht beides: Aktivität und Ruhe, Anspannung und Entspannung. Wenn wir den ganzen Tag funktionieren, hetzen und unter Spannung stehen, fällt der Übergang in die Ruhe oft schwer.
Guter Schlaf beginnt deshalb schon am Tag – mit kleinen Momenten, in denen wir bewusst innehalten, ausatmen und loslassen.
Vom Tun ins Loslassen.
Bewegung, Sport und auch eine fordernde Yogapraxis können tagsüber sehr wohltuend sein. Am Abend darf sich die Richtung jedoch verändern: vom Tun zum Sein, von der Aktivität zur Ruhe.
Sehr intensiver Sport kurz vor dem Schlafengehen kann zusätzlich aktivieren. Ein ruhiger Spaziergang, sanfte Bewegung, eine entspannende Yogaeinheit oder eine bewusste Atemübung können dagegen den Übergang in den Abend unterstützen.
Was Yoga beitragen kann.
Yoga bedeutet nicht nur, den Körper zu bewegen. Es lehrt uns auch, Anspannung wahrzunehmen und wieder loszulassen.
Dabei wirken Körper, Atem und Geist zusammen. Sanfte Bewegungen können helfen, körperliche Spannung zu reduzieren. Ein ruhiger Atem gibt dem Geist etwas, worauf er sich ausrichten kann. So entstehen bessere Voraussetzungen, um zur Ruhe zu kommen – ohne den Schlaf erzwingen zu wollen.
Kleine Übung für den Abend.
Nimm dir vor dem Schlafengehen ein paar Minuten Zeit, um in einem spirituellen Buch zu lesen oder zu beten. Es müssen keine langen Texte sein – manchmal reicht schon ein Absatz oder ein Gedanke, der dich berührt.
Aus Sicht des Yoga und der Pranaheilung verändert sich dadurch die Schwingung unseres Energiekörpers. Wir kommen aus dem vielen Denken und Funktionieren heraus und wieder mehr bei uns selbst und unserer Seele an.
Lass das Gelesene noch einen Moment wirken oder beende den Tag mit einem Gebet, das sich für dich gut anfühlt. Manchmal brauchen wir am Abend gar nicht noch mehr Entspannungstechniken, sondern einfach einen Moment echter Verbindung.
So entsteht ein bewusster Übergang vom aktiven Tag in die Nacht. Du darfst das äußere Tun loslassen, ruhiger werden und dich vertrauensvoll dem Schlaf überlassen.
Wenn Schlafprobleme bleiben:
Yoga und Atemübungen können das Zur-Ruhe-Kommen unterstützen, ersetzen aber keine medizinische Abklärung. Wenn du über längere Zeit schlecht schläfst, stark schnarchst, Atemaussetzer bemerkst oder dich tagsüber ungewöhnlich erschöpft fühlst, solltest du die Ursache ärztlich abklären lassen.
Möchtest du gleich etwas ausprobieren?
Auf meinem YouTube-Kanal findest du eine ruhige Yogaeinheit für guten Schlaf:
Weitere Übungen für deinen Abend:
In meiner Online-Videothek findest du weitere sanfte Yogaeinheiten, Atemübungen und Meditationen, die dich am Abend begleiten und dir helfen können, leichter zur Ruhe zu kommen.

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